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Basse, Prof. Dr. Michael: Martin Luthers Haltung zum Bauernkrieg

Basse, Prof. Dr. Michael: Martin Luthers Haltung zum Bauernkrieg

Ein Verrat an den Grundüberzeugungen der Reformation?

Auf dem Höhepunkt des Bauernkrieges hat Martin Luther im Jahr 1525 in verschiedenen Schriften theologisch wie politisch zu den Forderungen der Bauern und deren Auseinandersetzung mit der Obrigkeit Position bezogen. Er entfaltete dabei die Grundlinien seiner politischen Ethik und seines theologisch begründeten Freiheitsverständnisses. Mit diesen Stellungnahmen wurden für Luthers Zeitgenossen wie auch die Nachwelt grundsätzliche Fragen im Blick auf das Verhältnis von Politik und Religion aufgeworfen. In der Reformationsgeschichte markierte der Bauernkrieg eine Zäsur, weil damit der Versuch scheiterte, auch in den ländlichen Gebieten eine Gemeindereformation zu verwirklichen. Luther hat dazu beigetragen, dass eine politische Ordnung legitimiert wurde, in der die Bauern für lange Zeit von ihren Grundherren abhängig blieben.

REFERENT: Prof. Dr. Michael Basse, Professor für Kirchengeschichte am Institut für Evangelische Theologie der TU Dortmund

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