Hospitalhof Stuttgart | Evangelisches Bildungszentrum

Kunstausflüge

Erleben Sie mit uns gemeinsam auf unseren Kunstausflügen architektonisch interessante Städte und Museen, sehenswerte Ausstellungen und wichtige Kunstereignisse.

Christine Maria Anderson (Vorstand) Foto: Werner Markt

Christine Maria Anderson (Vorstand) Foto: Werner Markt

Prof. Wolfgang Everts (Vorstand), Foto: Werner Markt

Prof. Wolfgang Everts (Vorstand), Foto: Werner Markt

Der Kunstausflug nach Kassel ist ausgebucht.

Kunstausflug Kassel vom 8.-9. Juli 2017
documenta 14 und Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe

Liebe Mitglieder des Förderverein, liebe Interessierte,

Man könnte den Kunstausflug unter das Thema „Translokalität“ stellen, einem aktuell modischen Begriff der Geschichts- und Sozialwissenschaft, der besagt, dass alle Objekte, Orte und Geschehnisse durch Warentransporte für die Entstehung, durch Gedankengut für die Ausformung und durch beteiligte Akteure für die Ereignisse etwas aufweisen, das – übers Lokale hinaus – weitläufige Vernetzungen aufzeigt. Dazu gehören auch die Bezüge, die in die Vergangenheit weisen.
Die documenta 14 „von Athen lernen“ zeigt künstlerische Arbeiten, die eben diese translokalen Vernetzungen unserer Gegenwart und deren Maskierungen zum Thema haben, und die in ein räumliches und geschichtliches Bezugsnetz zum heutigen und zum antiken Athen gestellt werden. Das Hintergrundrauschen bilden dabei die humanistischen Ideale als verbindendes Medium zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Der Bergpark Wilhelmshöhe bietet ein historisches Beispiel zu translokalen Vernetzungen in der Barockzeit. „Das Denken der Zeit liebte nicht die Begrenzung“ (Rave). Landgraf Karl von Hessen will ein Werk, reist um 1700 nach Italien, findet dort einen Stukkator und Baumeister (Gueriniero), plant nach italienisch-antiken Vorbildern mit ihm den damals größten, weitläufig in die Waldhügel vernetzten, barocken Bergpark bei Kassel, von dem eine kilometerlange Sichtachse ausgehend vom einem oben stehenden Grottenpalast über Kaskaden, Wasserbecken, Sommerschloss bis zur Karlsaue, dem Standort der documenta, führt. Oben auf dem krönenden Palast der ca. 11 m hohe, kupferne „Herkules farnese“ , der Allbeherrscher als Idealfigur des Absolutismus. „Großschöner Gedanke, den der Landgraf da in Gottes Schöpfung hineingeworfen“ (Klopstock). Professor Wolfgang Everts

Samstag, den 8. Juli 2017

Wir treffen uns zwischen 10:45 und 11:00 am Hauptkassengebäude auf dem Friedrichsplatz. Anschließend Führung durch Führer der documenta, Dauer ca. 2 Stunden.
Mittagspause bis 15:00 Uhr (nach Absprache Führung Innenstadt, 50er Jahre, Königsplatz u.a.)
15:00 bis 17:00 Uhr documenta in kleinen Gruppen oder alleine, alternativ oder einschließend Spaziergang entlang der barocken Gartenanlage Karlsaue bis zur Blumeninsel Siebenbergen.
18:00 Unterkunft KIFAS
19:00 Spaziergang über Schloss Wilhelmshöhe zum Restaurant „Gutshof“
19:30 Abendessen

Sonntag, den 9. Juli 2017

Wir starten zwischen 9:00 und 9:30 Uhr direkt von der KIFAS aus zu einem Spaziergang durch den Bergpark Wilhelmshöhe, vorbei an der neogotischen Löwenburg hinauf zum Oktogon mit der Herkulesfigur, das als „Ursprung der beherrschten Wasserkräfte“ auf einem Grottenpalast sitzt. Nach dem Besuch des Besucherzentrums (Staab-Architekten 2011) gehen wir entlang der Kaskadentreppe nach unten zum großen die Wasserspiele abschließendem Teich vor dem Schloss Wilhelmshöhe.
Dort Mittagspause bis 13:30, danach mit ÖNV über KIFAS (Gepäck) und ICE Bahnhof (Gepäckaufbewahrung) in die Innenstadt Kassel.
14:30 Uhr weiterer documenta-Besuch oder Rundgang Stadtbausteine und Kunst in Kassel (Programmpunkte werden noch bekannt gegeben)
Ab 16:30 Rückfahrt nach Stuttgart.

Reiseleitung: Prof. Wolfgang Everts, Christine Maria Anderson
Anmeldung: 0711 – 2068-150, kunst@hospitalhof.de
Kostenbeitrag: ca. 170-190 € (inkl. Bahn,Übernachtung und Frühstück. Eintritt und Führung documenta 14, Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe)