Politik und Gesellschaft

Lesung und Gespräch

Judenhass

DO 07.03.24, 19:30 – 21:00 Uhr
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

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Michel Friedman © Gaby Gerster

Brandanschläge auf Synagogen. Hetze an Schulen. Judenhass, in Deutschland. Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel zeigt sich einmal mehr, wie wenig das Versprechen des »Nie wieder« gilt und wie sehr Antisemitismus gesellschaftsfähig geworden ist. Der renommierte Publizist Michel Friedman hat einen Essay unter dem Titel »Judenhass« verfasst über das Versagen der Politik, die Ignoranz unserer Gesellschaft und darüber, wie wir verhindern können, dass die Gewalt gegen Juden weiter um sich greift. »Ich bin nicht bereit, mich von Menschen, die hassen, beeinflussen zu lassen. Ich bin nicht bereit, einen Teil meiner Identität aufgrund von Drohungen zu löschen. Ich verstehe nicht, warum Menschen, die selbst keine Juden sind, nicht bemerken, dass dort, wo die autoritäre Geisteshaltung ihren Platz gefunden hat, auch sie selbst ihre Lebensqualität verlieren. Ich bin nicht bereit zu akzeptieren, dass der Hass das letzte Wort hat.«

Buchhinweis:
Michel Friedman, Judenhass, Piper Verlag, 2023

Bereits ab 18:30 Uhr und im Anschluss an die Veranstaltung gibt es ein Angebot an Kaltgetränken und kleinen Snacks, organisiert durch den Freundeskreis Hospitalhof e. V.

MIT: Michel Friedman, geb. 1956 in Paris, ist Rechtsanwalt, Philosoph, Publizist und Moderator. Von 2000 bis 2003 war er stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland und Herausgeber der Wochenzeitung »Jüdische Allgemeine«. Er engagiert sich gegen Rechtradikalismus und für die Integration Geflüchteter. Darüber spricht er mit der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Petra Olschowski. Moderation: Dr. Felix Heidenreich

KOOPERATION: Literaturhaus Stuttgart, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart

Kostenbeitrag: 14,00 € / 12,00 / 7,00 €