Theologie und Spiritualität

Vortrag

»Jede Reform sei ein Angriff auf die Religion…«

Katholiken in Württemberg (1802–1848)

DO 08.12.22, 19:30 – 21:00 Uhr
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33 70174 Stuttgart

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Alexandra Bieg © Alexandra Bieg

»Jede Reform sei ein Angriff auf die Religion, eine Aufräumung mit dem Katholizismus, eine Hinneigung und Hinziehung zum Lutheranismus«

Das einst protestantische Württemberg gewann durch Säkularisation und Mediatisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine große Anzahl an katholischen Untertanen hinzu. Rund ein Drittel der Bevölkerung des neu gegründeten Königreichs Württemberg waren Katholiken. Die neue Herrschaft bedeutete für diesen Bevölkerungsteil große Veränderungen. Die alten Bistümer der untergegangenen Reichskirche wurden aufgelöst und neue Landesbistümer gegründet. Im Zuge der Katholischen Aufklärung wurden traditionelle Bräuche wie Wallfahrten oder besondere Formen des Gottesdienstes von Staat und Kirche verboten. Gleichzeitig waren viele zuvor rein katholische Städte in Neuwürttemberg mit dem Zuzug protestantischer Altwürttemberger konfrontiert. Dieses Aufeinandertreffen verlief nicht immer friedlich – zumal viele Katholiken hinter den Reformen der Katholischen Aufklärung einen tiefergehenden Plan vermuteten und befürchteten, dass man sie insgeheim zu Protestanten machen wolle.

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Die Abteilung Landesgeschichte unter Leitung von Prof. Dr. Sabine Holtz arbeitet im Rahmen des Historischen Instituts der Universität Stuttgart die signifikanten Merkmale in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur des deutschen Südwestens im Kontext der deutschen und europäischen Geschichte heraus.

Landesgeschichte ist dabei von ihrem Selbstverständnis her epochenübergreifend, interdisziplinär und vergleichend angelegt. Räumlich legt die Abteilung Landesgeschichte ihren Schwerpunkt auf die Erforschung und Lehre der Geschichte Südwestdeutschlands und seiner angrenzenden Gebiete, chronologisch umfasst sie die Zeit von der Vor- und Frühgeschichte bis zum 20. Jahrhundert.

Landesgeschichte greift dabei auch kirchliche Entwicklungen und Fragestellungen auf. Dafür stehen beispielhaft die Themen einiger Doktorandinnen und Doktoranden am Lehrstuhl von Prof. Dr. Sabine Holtz, die an diesen Abenden vorgestellt werden. Seien sie dabei, wenn die jungen Wissenschaftler:innen Einblicke in ihre wissenschaftliche Arbeit und Forschungsergebnisse geben.

Im Rahmen der Reihe: Neues aus den Forschungen zur Landesgeschichte

KOOPERATION: Historisches Institut der Universität Stuttgart, Abteilung Landesgeschichte; Verein für Württembergische Kirchengeschichte; Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart

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