Theologie und Spiritualität

Vortrag

»abermahl zu schnell dahin geschnattert«

Zur oratorischen Performanz württembergischer Prediger (1650-1750)

DO 10.11.22, 19:30 – 21:00 Uhr
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33 70174 Stuttgart

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Alexander Staib © Anna Spieth Fotohaus Kerstin Sänger

Die Reformation rückte die Predigt in den Mittelpunkt des Gottesdiensts. Sie nahm und nimmt im Protestantismus eine zentrale Stellung ein. Für die Glaubensvermittlung war und ist es von grundlegender Bedeutung, dass die Inhalte der Predigt für die Gemeindemitglieder gut hörbar vorgetragen wurden und werden. Heute können Mikrofone eine leise Stimme kompensieren; dieses technische Hilfsmittel stand jedoch im 17. und 18. Jahrhundert nicht zur Verfügung.
Der Vortrag zur oratorischen Performanz konzentriert sich auf die rund 100 Jahre nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges. Wie wurden die Pfarrer darin geschult, vor einer Gemeinde akustisch vernehmbar zu sprechen? Dabei werden zwei Schwerpunkte gesetzt: zum einen die oratorische Schulung der angehenden Pfarrer in den Klosterschulen des Herzogtums Württemberg; zum anderen die Kontrolle und Durchsetzung oratorischer Normen. Beispiele »schnatternder« und »stammelnder« Pfarrer geben Einblicke, wie dieselben umgesetzt wurden.

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Die Abteilung Landesgeschichte unter Leitung von Prof. Dr. Sabine Holtz arbeitet im Rahmen des Historischen Instituts der Universität Stuttgart die signifikanten Merkmale in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur des deutschen Südwestens im Kontext der deutschen und europäischen Geschichte heraus.
Landesgeschichte ist dabei von ihrem Selbstverständnis her epochenübergreifend, interdisziplinär und vergleichend angelegt. Räumlich legt die Abteilung Landesgeschichte ihren Schwerpunkt auf die Erforschung und Lehre der Geschichte Südwestdeutschlands und seiner angrenzenden Gebiete, chronologisch umfasst sie die Zeit von der Vor- und Frühgeschichte bis zum 20. Jahrhundert.
Landesgeschichte greift dabei auch kirchliche Entwicklungen und Fragestellungen auf. Dafür stehen beispielhaft die Themen einiger Doktorandinnen und Doktoranden am Lehrstuhl von Prof. Dr. Sabine Holtz, die an diesen Abenden vorgestellt werden. Seien sie dabei, wenn die jungen Wissenschaftler:innen Einblicke in ihre wissenschaftliche Arbeit und Forschungsergebnisse geben.

Im Rahmen der Reihe: Neues aus den Forschungen zur Landesgeschichte.

KOOPERATION: Historisches Institut der Universität Stuttgart, Abteilung Landesgeschichte; Verein für Württembergische Kirchengeschichte; Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart

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