Hospitalhof | Kunst, Musik und Kultur

Symposium

insight: Small Projects for Coming Communities

Workshops, Performances, Talks und Ausstellungen

SA 11.05.19, 12:00 Uhr
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Weitere Termine: Ausstellungen Stuttgart: 11.05 – 15.06.19 im Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7 und Hospitalhof Ausstellung Zürich: 07.06 – 22.06.2019 Oncurating Space, Ausstellungsstr. 16

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Schon im November 2018 startete das Projekt “Small Projects for Coming Communities” mit Workshops in Stuttgart und Zürich. Die Kuratorin Dorothee Richter und Co-Kurator Ronald Kolb (Zürcher Hochschule der Künste) rücken Fragen in den Mittelpunkt der Diskussion und der Betrachtung, die den Gemeinschaftsbegriff beleuchten: Wie und wo entsteht Gemeinschaft? Was sind ihre Rahmenbedingungen und Wunschapparate und wo endet sie, wo sind ihre Grenzen?

Die Kleinen Projekte für kommende Gemeinschaften (Small Projects for Coming Communities) beschäftigen sich mit der Frage, wie und wo sich Formen von Gemeinschaften auf unvorhersehbare Weise entwickeln können und versuchen, überregionale Gemeinschaften zu gestalten. Das Projekt interessiert sich für die ephemeren Strukturen und transversalen Rahmenbedingungen von Gemeinschaften, für ihre sich immer wieder wandelnden Wunschvorstellungen und die Grenzen dieser fragilen Formationen.

Scores (Partituren)
Neben den Workshop, die sich dem Diskurs widmen, soll es eine Annäherung in Form von Ausstellungen mit starkem partizipativem Charakter geben, die in Stuttgart (Haus der Katholischen Kirche und Hospitalhof) und in Zürich (OnCurating Project Space) gezeigt werden. Die Ausstellungen verstehen sich nicht als Antworten oder Reaktionen auf den Diskurs, es sind vielmehr performative Aktionen geplant, um „Gemeinschaften“ im Kleinen entstehen zu lassen. Besucher*innen werden eingeladen aktiv an der Ausstellung teilzunehmen und diese mit eigenen Interpretationen und eigenen Ideen zu erweitern.

Das Projekt schlägt einen direkten und konkreten Kontakt mit dem Publikum vor durch die aus der zeitgenössischen Bildenden Kunst bekannten Scores (Partituren). Scores sind in der Musik bekannt als eine schriftliche Notation, zum Zweck der Aufführung eines Musikstücks durch Interpreten. Schon in der Musik sind unübliche grafische Elemente zur Notation von Partituren verwendet (z.B. Cornelius Cardew). Fluxus-Künstler wie George Brecht erfanden sogenannte Event Scores (Event-Partituren). Ein Event Score kann als Notation (als Gedicht oder als Anweisungstext) beschrieben werden, um eine beliebige performative Aktivität auszuführen/zu realisieren/ zu inszenieren. Die Small Projects for Coming Communities knüpfen an dieser Kunstform an.

Die Scores bilden das Gerüst des Projekts, das im Kern für alle online verfügbar und erweiterbar ist durch die Webseite: www.comingcommunities.org.
Jede*r ist eingeladen, Scores zu realisieren und zu interpretieren und auf der Website zu veröffentlichen und mit der Öffentlichkeit zu teilen. Die Online-Plattform wird über die Ausstellungen in Stuttgart und Zürich hinaus bestehen bleiben und versteht sich als fortlaufendes Projekt und als Sammlung von Scores und deren Umsetzung, die für jede*n, jederzeit, weltweit zur Verfügung steht.

Weitere Ausstellungsbeteiligungen
Die Ausstellungen in Stuttgart und Zürich werden entscheidend ergänzt durch künstlerische Arbeiten junger Stuttgarter Künstler*innen Sabrina Karl, Anike Joyce Sadiq, Florian Model von anorak e.V., Eva Dörr und den internationalen Künstler*innen Discoteca Flaming Star, Bill Dietz und Jeanne von Heeswijk.

Für die Umsetzung und Realisierung der Ausstellungen sind die Studierenden des Postgraduierten Programms CAS/ MAS Curating, Züricher Hochschule der Künste verantwortlich. Zur Visualisierung haben die Studierenden der ZHdK Displays für das Haus der Katholischen Kirche und den Hospitalhof entwickelt, die die Scores, künstlerische Arbeiten und die Realisationen der Scores in verschiedenen Medien in einem partizipativen Aktionsfeld präsentieren und den Austausch und die Interaktion zwischen den Scores und dem Publikum aktiviert.
24-Stunden-Eröffnung: Vorträge, Workshops, Dinner und Performances
Der Höhepunkt des Projekts und gleichzeitig Start der Ausstellung in Stuttgart findet ganztägig am 11.05.2019 im Hospitalhof mit vielen künstlerischen Aktionen und Vorträgen statt. Zwischen den Vorträgen (Talks) sind die Teilnehmer*innen eingeladen, an Performances und Workshops aktiv teilzunehmen. Darüber hinaus wird es ein Diversity Dinner geben und die interdisziplinäre Künstlergruppe Discoteca Flaming Star wird ihre sich durch die Nacht hinziehende Performance Sticky Stage aufführen bis zu den Morgenstunden des 12. Mai 2019.

Zu den Vorträgen in Stuttgart sind namenhafte Künstler*innen, Kunsttheoretiker*innen, Sozialökomom*innen, aus Europa, den USA und Asien eingeladen. Alle haben sich in ihrer künstlerischen oder wissenschaftlichen Arbeit unterschiedlich mit dem Gemeinschaftsbegriff auseinandergesetzt und Projekte realisiert:

Talks im Hospitalhof Stuttgart (11.05.2019), 12 Uhr:

Grant Kester (per skype, US),
Elke Krasny (AU),
Sabih Ahmed (India),
Jeanne van Heeswijk (NL),
Tine de Moor (NL)

ANMELDUNG beim Kath. Bildungswerk:Tel. 0711 / 705 06 00,

Organisation, Projektmanagement: Prof. Dr. Dorothee Richter, Ronald Kolb, Maria Dis
Ausstellungsdesign: Eva Dörr, Bea Fontana, Domenico Roberti, Eveline Mathis, Ronald Kolb

KOOPERATION: Kath. Bildungswerk Stuttgart, Haus der kath. Kirche, Roman und Gertrud Stetter-Stiftung, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof

Mit: : Grant Kester (per skype, US), Kunstwissenschaftler und Gründungsherausgeber von FIELD: A Journal of Socially Engaged Art Criticism; Elke Krasny (AU), Kuratorin, Kulturtheoretikerin, Stadtforscherin und Autorin, unterrichtet an der Akademie der Bildenden Künste, Wien; Sabih Ahmed (India), Kunsthistoriker und Senior Researcher am Asia Art Archive (AAA), leitet verschiedene Forschungsinitiativen im Bereich der modernen und zeitgenössischen Kunst in Indien; Jeanne van Heeswijk (NL), Künstlerin und Aktivistin, widmet sich der Schaffung dynamischer und vielfältiger öffentlicher Räume; Tine de Moor (NL), Professorin für "Institutions for Collective Action in Historical Perspective" am Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Utrecht Kuratorische Leitung: Prof. Dr. Dorothee Richter, Co-Kuration: Ronald Kolb

Kostenbeitrag entfällt

Kontakt: , Tel. 0711 / 20 68 -150

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