Hospitalhof | Politik und Gesellschaft

Vortrag

Völkermord - und was dann?

Die Politik deutsch-namibischer Vergangenheitsbearbeitung

MO 13.05.19, 19:00 – 21:00 Uhr
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33 70174 Stuttgart

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REFERENT: Prof. Dr. Henning Melber
REFERENT: Prof. Dr. Henning Melber

Von 1904 bis 1908 fand in »Deutsch Südwestafrika« ein Krieg zwischen den »Schutztruppen« und den sich gegen den Kolonialismus zur Wehr setzenden Menschen statt. Die verheerenden Folgen der damaligen Vernichtungsstrategie bleiben bis heute in der seit 1990 unabhängigen Republik Namibia präsent. 2015 räumte nach langjährigem Druck auch von Seiten postkolonialer Initiativen in Deutschland das Auswärtige Amt ein, dass die damalige Kriegsführung als Völkermord gelten müsse. Seither wird zwischen Beauftragten beider Staaten darüber verhandelt, was die geeignete Form des Umgangs mit dieser gemeinsamen Geschichte sein könne.

Der Vortrag rekapituliert die damaligen Geschehnisse und die Etappen im deutsch-namibischen Verhältnis. Er zieht kritische Bilanz hinsichtlich der deutschen Versäumnisse einer adäquaten Bearbeitung der Kolonialgeschichte und endet mit Überlegungen zur Gestaltung einer ernsthaften Völkerverständigung.

Prof. Dr. Henning Melber wurde 1950 in Stuttgart-Degerloch geboren. 1967 kam er in das damalige Südwestafrika, wo er 1974 der Befreiungsbewegung SWAPO beitrat. Von 1992 bis 2000 leitete er die Namibian Economic Policy Research Unit in Windhoek. Als ehemaliger Forschungsdirektor des Nordic Africa Institute und Direktor emeritus der Dag Hammarskjöld Stiftung lebt er heute in Uppsala/Schweden.

Buchtipp:

Henning Melber / Reinhart Kößler: Völkermord – und was dann?, Brandes & Apsel, 2017

Im Rahmen der Reihe: Kolonialismus

REFERENT: Prof. Dr. Henning Melber, deutsch-namibischer Afrikanist, apl. Professor am Institut für Politikwissenschaften der Universität Pretoria (Südafrika), ehem. Leiter der Dag Hammarskjöld Stiftung, bemüht sich seit Jahrzehnten um einen kritischen Umgang mit dem kolonialen Erbe des Kaiserreiches.

Kostenbeitrag: 7,00 € / 5,00 €

Kontakt: , Tel. 0711 / 20 68 -150

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