Hospitalhof Stuttgart | Evangelisches Bildungszentrum

Hospitalhof | Politik und Gesellschaft

Vortrag und Gespräch

Gesellschaftspolitische Kultur im Judentum

Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck und Rabbiner Dr. Joel Berger über sozialpolitisches Engagement

MO 13.11.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33 70174 Stuttgart

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MIT: Landesrabbiner a.D. Dr. Joel Berger

MIT: Landesrabbiner a.D. Dr. Joel Berger

MIT: Prof. Dr. Elisa Klapheck

MIT: Prof. Dr. Elisa Klapheck

»Tikkun olam« – die Welt besser machen – ist einer der wichtigsten Bausteine des Judentums. Jeder Jude sieht sich in der Pflicht, hierzu einen Beitrag zu leisten. Dies erklärt, warum ehrenamtliches und gesellschaftspolitisches Engagement seit dem Altertum für Juden selbstverständlich ist. Verbunden mit dem besonderen Stellenwert von Bildung und einer ausgeprägten Kultur des Lernens ist es kein Wunder, dass der Geist, neue Ideen zu entwickeln und Erfindungen zu machen, im Judentum besonders ausgeprägt ist.

Prof. Dr. Elisa Klapheck, geboren in Düsseldorf ist Rabbinerin der liberalen Synagogengemeinschaft „Egalitärer Minjan“ in der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main.
Vor ihrer Ordination im Jahre 2004 war die studierte Politologin zunächst jahrelang Journalistin für Tageszeitungen wie „Der Tagesspiegel“ und „die tageszeitung“ sowie Rundfunk und Fernsehen. 1997 wurde sie Pressesprecherin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und Redakteurin der Zeitschrift „jüdisches berlin“. 2012 wurde sie promoviert.
Klapheck engagiert sich seit den 90-Jahren für eine Erneuerung der jüdisch-religiösen Tradition. So gehörte sie zu den Mitbegründern der liberalen Synagoge Oranienburger Straße in Berlin. Seit 2015 gibt sie die Reihe „Machloket / Streitschriften” heraus, in der Gegenwartsautoren eine inhaltliche Auseinandersetzung zur Weiterentwicklung der jüdischen Tradition führen.
Klapheck ist Mitglied der Allgemeinen Rabbinerkonferenz in Deutschland (ARK) sowie associate member des Rabbinic Board von “Liberal Judaism” in Großbritannien. Außerdem ist sie Vertrauensdozentin des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks für jüdische Begabtenförderung (ELES).

Dr. h.c. Joel Berger wurde 1937 in Budapest geboren und emigrierte 1968 nach Deutschland. Seither war er als Rabbiner in Düsseldorf, Göteborg (Schweden), Bremen und Stuttgart tätig. Er war lange Jahre Hochschuldozent am Ludwig-Uhland-Institut der Universität Tübingen, die ihm auch den Ehrendoktor verlieh. Im Jahr 2001 wurde ihm die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen, 2015 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande, 2017 die Bürgermedaille der Stadt Stuttgart.
2013 erschienen die Autobiographie „Der Mann mit dem Hut“ und „Mit Rabbiner Joel Berger durch das jüdische Jahr“.
Heute forscht Joel Berger für das Haus der Geschichte Baden-Württemberg zur jüdischen Heimatgeschichte und ist gemeinsam mit seiner Frau Noémi Kurator der Jüdischen Kulturwochen der IRGW.

Rechtsanwalt Daniel Neumann ist Direktor des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden in Hessen.

KOOPERATION: Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST), IRGW, im Rahmen der Jüdischen Kulturwochen 2017; Evang. Bildungszentrum Hospitalhof

MIT: Rabbiner Dr. Joel Berger und Rabbinerin Elisa Klapheck. Moderation: Daniel Neumann Anlässlich 100 Jahre ZWST – Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

Kostenbeitrag: 7,00 € / 5,00 €

Kontakt: info@hospitalhof.de, Tel. 0711 / 20 68 -150

Keine Anmeldung erforderlich