Hospitalhof Stuttgart | Evangelisches Bildungszentrum

Hospitalhof | Politik und Gesellschaft

Vortrag

Rassismus passé?

Die USA nach der Präsidentschaft Barack Obamas

DI 14.02.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33 70174 Stuttgart

Barack Obamas Präsidentschaft wurde zuerst als Symbol eines »post-racial« Amerikas bejubelt. Man erhoffte sich sogar, dass die tiefe Wunde der amerikanischen Seele – die Geschichte der Sklaverei, manifestiert durch Rassismus, Segregation und Jim Crow – durch die Wahl des ersten afroamerikanischen Präsidenten heilen würde. So verlieh Obama der US-Präsidentschaft durch sein »cool black aesthetic« ein neues Flair.

Doch schnell zeigten aufeinanderfolgende Events, dass dieses Urteil verfrüht war und die USA noch keinen »post-racial« Status erreicht hatten. Anzeichen eines latenten Rassismus breiteten sich durch wiederholte Anschuldigungen, der Präsident sei Muslim und kein Amerikaner oder gar ein linksgerichteter Terrorist aus. Diese Stimmung wurde weiter befeuert durch unzählige scharfzüngige Attacken der Tea Party. Am wichtigsten jedoch waren die Ereignisse, die zur Gründung der Aktivisten-Bewegung Black Lives Matter führten und das Ausmaß des US-amerikanischen Rassismus durch die gewaltsame Behandlung von Schwarzen in Gefängnissen, durch das Justizsystem und die Polizei aufzeigten.

Der Vortrag behandelt die Komplexität von Obamas Vermächtnis für US-amerikanische Rassenpolitik.

KOOPERATION: Deutsch-Amerikanischen Zentrum / James-F.-Byrnes-Institut e. V. Stuttgart, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof. Im Rahmen der Reihe »Black History Month«

REFERENTIN: Prof. Dr. Greta Olson, Institut für Anglistik, Justus-Liebig-Universität Gießen und Fellow am Käte Hamburger Kolleg »Recht als Kultur«, Bonn

Kostenbeitrag: 7,00 € / 5,00 €

Kontakt: info@hospitalhof.de, Tel. 0711 / 20 68-150