Hospitalhof Stuttgart | Evangelisches Bildungszentrum

Hospitalhof | Politik und Gesellschaft

Vortrag und Diskussion

»Von der Münze zum Derivat«

Zinsen in der Antike und heute – Mittel zum Zweck?

DO 14.09.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33 70174 Stuttgart

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Entgegen der vielen christlichen Vorurteile gibt es im Judentum kein absolutes Zinsverbot, sondern ein relatives. Den Armen soll man keine Zinsen abverlangen. So steht es auch in der Bibel. Im Geschäftsleben ist es aber kein Problem, Zinsen zu verlangen. Die rabbinische Diskussion geht schon in der Antike sehr viel weiter: Es geht nicht um Zinsen, sondern um die Frage, wer bei Darlehen und Derivate das Risiko trägt (Also die Ernte verkaufen, bevor sie auf dem Felde steht. Was passiert bei einer Missernte?). Und es geht immer auch um die Liquidität, also den Kreislauf des Geldes in der Wirtschaft. Das ist schon im 1. Jahrhundert Thema des rabbinischen Diskurses, also nicht erst in der Moderne. Was heißt das für unser Verständnis und unsere Nutzung von Zinsen heute, gerade auch im Kontext des Stiftungswesens? (Wie) müssen Stiftungen umdenken? Gibt die derzeitige Zinsentwicklung Zinskritikern recht?

In der Reihe: Impulse und Diskussionen im Stiftungswesen

KOOPERATION: Caritas-Stiftung, Mahle-Stiftung, Stiftung der Evang. Landeskirche in Württemberg, Stiftung Hospitalhof

MIT: Abraham de Wolf, Rechtsanwalt, Vorsitzender des Vereins »Torat HaKalkala – Verein zur Förderung der angewandten jüdischen Wirtschafts- und Sozialethik e.V.«, Frankfurt a.M.

Kostenbeitrag entfällt

Kontakt: info@hospitalhof.de, Tel. 0711 / 20 68 -150

Keine Anmeldung erforderlich