Hospitalhof | Politik und Gesellschaft

Vortrag und Gespräch

Kollektive Unschuld

Die Abwehr der Shoah im deutschen Erinnern

MI 18.11.20, 19:00 – 20:30 Uhr
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33 70174 Stuttgart

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Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah galt lange als bundesdeutsche Erfolgsgeschichte. Dieses Image beginnt mit der zunehmenden Rechtsradikalisierung in Politik und Gesellschaft mehr und mehr zu bröckeln. Im bundesdeutschen Selbstbild wurde hingegen schon immer die Geschichte der Schuld- und Erinnerungsabwehr, der Täter-Opfer-Umkehr, der Selbststilisierung als Opfer und der antisemitischen Projektion ausgeblendet. Eine (selbst-)kritische Aufarbeitung der Vergangenheit hat auch 75 Jahre nach der Niederschlagung des Nationalsozialismus auf gesellschaftlicher Ebene kaum stattgefunden: Durch die Abwehr der Shoah im deutschen Erinnern manifestiert sich vielmehr ein Selbstbild, das um den Mythos kollektiver Unschuld kreist.

KOOPERATION: Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg, Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung, Emanzipation & Frieden e.V., Evang. Bildungszentrum Hospitalhof

REFERENT: Prof. Dr. Samuel Salzborn, apl. Professor für Politikwissenschaft am Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen und Visiting Fellow am Centre for the Study of Democratic Cultures and Politics der Rijksuniversiteit Groningen BITTE BEACHTEN SIE Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wird der Referent des Abends, Herr Prof. Dr. Samuel Salzborn, aus Berlin nicht in den Hospitalhof Stuttgart anreisen können. Er wird jedoch ONLINE zugeschaltet werden. Wir bitten um Ihr Verständnis und freuen uns auf Ihren Besuch und die persönliche Begegnung.

Kostenbeitrag entfällt

Kontakt:  Tel. 0711 / 2068-0

Für diese Veranstaltung bitten wir um Ihre Reservierung.

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