Kunst und Kultur

Vortrag

»Unser Geist ist Weltgeist«

Stefan Zweig: Weltbürgertum aus den Quellen des Judentums

MI 04.05.22, 19:00 – 20:30 Uhr
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Karl-Josef Kuschel © privat

Stefan Zweig (1881-1942) stammt aus einer assimilierten jüdischen Familie Wiens. Wie selbstverständlich ging die biographische Forschung lange Zeit davon aus, dass Judentum in seinem Leben und Werk keine Rolle spielt. Doch ein genaues Eindringen in sein Werk zeigt ein völlig anderes Bild. Nach dem 1. Weltkrieg entwickelt er jenseits von Zionismus und Orthodoxie ein Verständnis von Judentum als Avantgarde eines kosmopolitischen Weltbürgertums und begründet dies aus Schlüsseltexten des Judentums selbst.

Schon vor dem Ersten Weltkrieg war Zweig unter den Einfluss des Zionismus geraten, bejahte dessen geistigen Impulse, ohne sich aber dessen politischen Zielen anschließen zu können.

Sein Weltbürgertum, das er in der Folge entwickelt, sieht sich in den dreißiger Jahren durch das Aufkommen eines mörderischen Antisemitismus radikal infrage gestellt und muss von Zweig in Stellungnahmen und literarischen Arbeiten vehement verteidigt werden

Im Rahmen der Reihe: Jüdisches Leben heute. Aktuelle Fragen und Debatten.

KOOPERATION: Ev. Akademie Bad Boll, Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg, Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart

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