Hospitalhof Stuttgart | Evangelisches Bildungszentrum

Hospitalhof | Theologie und Spiritualität

Vortrag

Schuld und Sühne

... aus strafrechtlicher Sicht

FR 04.11.16, 19:00 – 21:00 Uhr
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33 70174 Stuttgart

Referent: Frank Rebmann

Referent: Frank Rebmann

Lässt sich Schuld sühnen, oder: Welchen Preis hat ein Menschenleben? Über Aufgabe, Sinn und Grenzen staatlichen Strafens.

Anhand beispielhaft ausgewählter Mordfälle soll der Schuldbegriff aus strafrechtlicher Sicht beleuchtet und der mit ihm untrennbar verknüpften Frage nach der angemessenen, „gerechten“ Strafe nachgegangen werden. Zugespitzt geht es um die Frage nach dem Preis eines Menschenlebens. In diesem Zusammenhang soll auch über Aufgabe, Sinn und Grenzen staatlichen Strafens nachgedacht werden. Ausgehend vom Mord des ehemaligen Jurastudenten Raskolnikow an einer Pfandleiherin im Roman „Schuld und Sühne“ von Fjodor Dostojewski wird die Fragestellung deutlich: Der Autor beschreibt sehr anschaulich, geradezu spürbar, was Schuld ausmacht, wie sich Schuld anfühlt und wie der tätereigene Wunsch nach Sühne wächst. Im zweiten Teil sollen weitere Mordfälle und Tötungsdelikte analysiert werden. U.a. ist an den „Kannibalen von Rotenburg“, den „Haustyrannenmord“, die Kindstötung, an Mord aus religiösen/kulturellen Gründen, und schließlich an Teilnahmehandlungen von KZ-Aufsehern (Fall „Demjanjuk“) gedacht. Im dritten und abschließenden Teil soll der Frage nachgegangen werden, ob die absolute Strafdrohung des § 211 Strafgesetzbuches (Mord) reformbedürftig ist.

Der Vortrag richtet sich an Nichtjuristen.

KOOPERATION mit dem Katholischen Bildungswerk Stuttgart in der Reihe: Schuld. Fragen

REFERENT: Frank Rebmann, Leitender Oberstaatsanwalt, Staatsanwaltschaft Heilbronn

Kostenbeitrag: 7,00 € / 5,00 €

Kontakt: info@hospitalhof.de, Tel. 0711 / 20 68-150