Politik und Gesellschaft

OnlineOnline-Vortrag

Die Rolle von Anerkennung für Individuum und Gesellschaft

Eine sozialpsychologische Perspektive

DI 05.12.23, 19:00 – 20:30 Uhr
Online

Daniela Renger © Studioline

Anerkennungserfahrungen sind wichtig für Menschen. Sie haben einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der eigenen Identität, Integrität und den Selbstrespekt. Doch was genau verstehen wir unter sozialer Anerkennung und was prägt entsprechende Erfahrungen? Daniela Renger stellt ein Modell vor, in dem drei Formen sozialer Anerkennung (bedürfnisbasierte Zuneigung, leistungsbasierte Wertschätzung und gleichwertigkeitsbasierter Respekt) unterschieden werden. Anerkennungserfahrungen, die Menschen auf diesen drei Dimensionen machen, prägen ihre Selbstanerkennung, d. h. ihre Selbstliebe, ihre Selbstwertschätzung sowie ihren Selbstrespekt.
Während alle drei (Selbst)Anerkennungsformen wichtig sind für Individuen und Gesellschaft, sind insbesondere Respekterfahrungen und ihre Verinnerlichung in Selbstrespekt relevant für sozialen Wandel, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Toleranz Andersdenkender.
Der Vortrag schließt mit Anwendungsüberlegungen der psychologisch-empirischen Forschungsergebnisse für die politische Bildung.

Im Rahmen der »Stuttgarter Präventionsgespräche«

REFERENTIN: PD Dr. Daniela Renger, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Privatdozentin am Institut für Psychologie, Lehrstuhl für Sozialpsychologie und Politische Psychologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. MODERATION: Ulrike Kammerer

KOOPERATION: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg/Team meX, Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft/Zukunftswelten, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart