Theologie und Spiritualität

Fachtag

Mentale (und somatische) Gesundheit in gesellschaftlichen Krisen

Wie können wir gesund und hoffnungsvoll bleiben - auch nach Covid und mit der Ukrainekrise?

MO 09.05.22, 09:30 – 16:30 Uhr
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Krisen bringen immer viel Unbekanntes, meist auch Unvorhergesehenes mit sich. Sie können deshalb nie einfach «richtig», «nach Plan» gemeistert werden, sondern es wird immer viel Unsicherheit, Improvisation und Mut zu Wagnissen ins Unbekannte geben.
Neben den überlebenswichtigen Interventionen, wie Schutz vor dem Klima, Durst und Hunger, muss frühzeitig an die mentale Gesundheit, bzw. die Bewältigung des omnipräsenten Stress gedacht werden. Es genügt nicht, das für später, «wenn Sicherheit wieder herrscht» aufzuschieben.
Aus diesem Grund sind PSNV, psycho-soziale Notfallversorgung, und deren präventive Maßnahmen so wichtig. Prävention, die hier als Sekundärprävention, Verhinderung bleibender psychischer Folgen, oder Förderung von Resilienz, verstanden wird, ist essentiell. Dabei geht es um die Gesundheit aller Betroffenen, der Kriegs-Flüchtlinge, wie auch der Helfer.
Kühlen Kopf bewahren trotz Betroffenheit, den eigenen Stress täglich herunterfahren, bei sich bleiben und dennoch ein offenes Auge und Ohr für die Ankommenden, aber auch die Helfer haben, solidarisch teilen, mitarbeiten, das ist gefragt.
Die Welt ist im Moment gerade am Auftauchen aus einer richtigen, durch Covid bedingten Krise, und schon entwickelt sich in Europa eine neue, unvorstellbare Krise, bedingt durch den zerstörerischen Krieg in der Ukraine und die sehr hohe Zahl ankommender Flüchtlinge.
Eine noch nicht gemeisterte Krise wird von der nächsten abgelöst. Man sieht das schon daran, dass sowohl die ankommenden, wie auch die aufnehmenden Helfer meistens Masken tragen, obwohl in fast allen Europäischen Ländern die Maskenpflicht aufgehoben ist.
Was sind die grundlegenden Haltungen und Übungen, die es uns ermöglichen, auch in dieser belastenden Situation, deren Ende wir nicht absehen können, gesund zu bleiben, die Gesundheit aller zu stärken und weiterhin Hoffnung in uns zu tragen?
Was sind die Basics für gelungene, Gesundheit fördernde Interventionen? Was brauchen die Ankommenden und was brauchen die solidarischen Empfänger?

Ablauf:
9.30 Uhr Ankommen
10.00 Uhr Grußwort Monika Renninger
Begrüßung
Grußwort und Impuls von Martin Schwarz (Abteilungsleiter TuB im Diak.Werk)
10.20 Uhr Vortrag Frau Dr. med. Perren-Klingler
11.05 Uhr Diskussion und Nachfragen
11.45 Uhr kurze Pause
11.55 Uhr Einführung in die Workshops und Einteilung

12.30 – 13.15 Mittagessen und Mittagspause

13.15 – 14.30 Workshops
14.30 – 14.45 Kaffeepause
14.45 – 16.00 Austausch der Erkenntnisse aus den Workshops und Abschlussdiskussion mit Frau Dr. Perren-Klingler
Verabschiedung
16.00 – 16.45 Zeit für Begegnung und Gespräche, Ausklang im Innenhof

Online-Anmeldung erwünscht!
Bitte geben Sie dabei Ihren favorisierten Workshop an und wählen Sie noch einen zweiten Workshop, falls der erste schon voll sein sollte. (Workshops s. Flyer zum Fachtag).

KOOPERATION: Diakonie Württemberg, Ev. Landeskirche Württemberg, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart

REFERENTIN: Dr. med. Gisela Perren-Klingler, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Studium der vergleichenden Religionswissenschaft, Studium der Medizin, Ausbildung in Psychiatrie und Psychotherapie. Breiter psychoanalytischer, psycho- und hypnotherapeutischer und systemischer Hintergrund. Heutige Schwerpunkte: Salutogenese, Betonung der Resilienz, der Autonomie, der vorhandenen Ressourcen und des Respekts vor Betroffenen. Selbstschutz der Therapeut*innen. Systemische Sicht von Prävention als hochkomplexe multiprofessionelle – gesellschaftliche Aufgabe, besonders im Bezug auf Gewalt. Prävention von bleibenden Schäden vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Psycho-bio-soziale Sichtweise des Traumas mit Einbezug der Gesellschaft. Entwicklung eines Konzeptes zur guten Verarbeitung von Extrembelastungen, welches sie weltweit in Kriegs- und Krisenzentren angewandt, gelehrt und über Jahrzehnte immer weiterentwickelt hat. Parallel dazu ist sie in leitenden Funktionen tätig in internationalen Gremien für humanitäres Völkerrecht und in Missionen des Internationalen Roten Kreuzes, die die Folgen von Krieg, Gewalt, Folter und Verletzungen der Menschenrechte eingrenzen. VERANTWORTLICH: Pfarrerin Claudia Krüger, Referentin in der Abteilung Theologie und Bildung und der Fachbeirat für Supervision und Coaching des Diakonischen Werks Württemberg

Kostenbeitrag: 130,00 € incl. Verpflegung

Kontakt: Anja Praun, Diakonie Württ., Tel. 0711 / 16 56-274

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