Hospitalhof | Leib und Seele

Vortrag und Gespräch

Ruth C. Cohn - eine Therapeutin gegen totalitäres Denken

DI 10.03.20, 18:00 – 21:00 Uhr
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33 70174 Stuttgart

REFERENT: Matthias Scharer
REFERENT: Matthias Scharer

Angst vor der Zukunft, Sorge um nationale und religiöse Identität, Dämonisierung von Fremden: All das fördert gegenwärtig ein Schwarz-Weiß-Denken, das die Gesellschaft spaltet. Die deutsch-jüdische Therapeutin Ruth C.Cohn (1912-2010) setzt vor dem Hintergrund ihres Schicksals als Migrantin diesen Ängsten eine alles und alle verbindende Lebenskunst entgegen. Sie entwickelt eine Gesellschaftstherapie gegen totalitäres Denken.

Matthias Scharer arbeitet gemeinsam mit seiner Frau Michaela seit mehreren Jahren an der Archivierung des umfangreichen geistigen Nachlasses der bekannten deutsch-jüdischen Psycho- und Gesellschaftstherapeutin Ruth C. Cohn. In Resonanz auf das Leben und Wirken dieser Frau und in Auseinandersetzung mit gegenwärtigen politisch-gesellschaftlichen Entwicklungen in Europa und weltweit, sind zwei Bücher entstanden:

Ruth C. Cohn. Eine Therapeutin gegen totalitäres Denken. (Das Buch erschien im Jänner 2020 zum 10. Todestag von Ruth C. Cohn.)

Das zweite Buch “Vielheit couragiert leben. Die politische Kraft der Themenzentrierten Interaktion (Ruth C. Cohn) heute” erschien im September 2019 und ist bereits in der 2. Auflage:
Dieses sehr persönlich gehaltene Fachbuch zur Themenzentrierten Interaktion (TZI) trifft auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen: Welche Wege führen aus der »umgehenden« Angst vor Fremden, die durch die anhaltende Asyl- und Migrationsdebatte »warm« gehalten wird? Was ist politischen Tendenzen entgegenzusetzen, die die Demokratie aushöhlen? Der gefährlichen Eindimensionalität des Lebens und der Welt setzt die Psychoanalytikerin und »Gesellschaftstherapeutin« Ruth C. Cohn mit ihrem universalen Kommunikationsverständnis die Lust an der »Vielheit« entgegen, die für Hannah Arendt den Menschen kennzeichnet.
Matthias Scharer greift auf vergessene Quellen der deutsch-jüdischen Migrantin Ruth C. Cohn zurück und beleuchtet davon ausgehend das Grundverständnis einer »politischen« TZI. Damit verbindet sich auf faszinierende Weise die reiche Erfahrung des Autors, der kulturelle und weltanschaulich-religiöse Grenzen mit der Philosophie und Praxis der TZI überschreitet.

Der Referent wird mit Bildern und Texten durch das Leben der deutsch-jüdischen Migrantin, Poetin und Gesellschaftstherapeutin in einer lebendigen Weise führen und die politischen Kontexte damals und heute herausarbeiten.

KOOPERATION: Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten in Deutschland e.V., Evang. Bildungszentrum Hospitalhof

Die Veranstaltung ist mit 4 Fortbildungspunkten von der Landespsychotherapeutenkammer akkreditiert.

REFERENT: Dr. Matthias Scharer ist emeritierter Professor für Religionspädagogik in Innsbruck sowie Lehrbeauftragter des Ruth Cohn Institute for TCI International mit reicher interkultureller Erfahrung sowie Supervisor.

Kostenbeitrag: 10,00 € / 8,00 €

Kontakt: , Tel. 0711 / 20 68 -150

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