Gespräch

Wegbereiter, Handlanger oder Entwicklungsalternative?

Die Rolle christlicher Missionsgesellschaften im Zeitalter des Kolonialismus

MI 10.03.21, 19:30 Uhr
Linden-Museum, Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart

Termine: Die Veranstaltung wird verschoben auf 13.10.2021

MIT Bernhard Dinkelaker

Die Initiative der Missionsgesellschaften des 19. und frühen 20. Jahrhunderts als Akteurinnen des Kolonialismus lässt sich im Blick auf ihre sozialen wie auch wirtschaftlichen Folgen nur in ihrer Ambivalenz beschreiben. Einerseits gibt es z.B. Bestrebungen der Missionen, den auch von den lokalen Königreichen wie in Dahome oder Nigeria mitgetragenen Sklavenhandel zu begrenzen. Andererseits tragen die Missionsgesellschaften dazu bei, dass ganze Regionen für europäische Handelsgesellschaften erschlossen werden – mit massiven Folgen für die lokale Bevölkerung, für die Natur und für die Wirtschaft. Darüber hinaus prägen die von den Missionsgesellschaften ausgehenden Bildungsimpulse im kulturellen wie im handwerklichen und technischen Bereich die regionalen Kulturen und nicht zuletzt das europäische Verständnis von »afrikanischer Kultur«.
Im Rahmen der Ausstellung »Schwieriges Erbe. Linden-Museum und Württemberg im Kolonialismus« (bis 30.05.21) Um 18 Uhr ist eine Teilnahme an der Führung durch die Ausstellung möglich (ohne Buchung).

KOOPERATION: Linden-Museum Stuttgart, Kath. Bildungswerk Stuttgart, Ev. Kirche in der City

MIT: Dr. Bernhard Dinkelaker, ev. Theologe, von 1996 bis 2012 Generalsekretär von Evangelische Mission in Solidarität (ems), mehrjährige Tätigkeit in Ghana, Gastdozent an theologischen Hochschulen in Kamerun und Indien; im Gespräch mit Dr. Margret Frenz, Historisches Institut der Universität Stuttgart, Forschungsschwerpunkt globale Sozial- und Kulturgeschichte

Kostenbeitrag: 8,00 € / 6,00 €

Kontakt:  '>Katholisches Bildungswerk Stuttgart, Tel. Tel. 0711 / 70 50 600

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