Hospitalhof Stuttgart | Evangelisches Bildungszentrum

Hospitalhof | Politik und Gesellschaft

Film und Gespräch

Meine Oderberger Straße

Über das Leben im Schatten der Mauer

DI 11.10.16, 17:00 – 18:30 Uhr
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33 70174 Stuttgart

Referentin: Freya Klier. Foto: Nadja Klier

Referentin: Freya Klier. Foto: Nadja Klier

Eine Spurensuche, Dokumentarfilm (2015, 45 Min).

Freya Klier, in Dresden geborene Bürgerrechtlerin und 1980 Mitbegründerin der Friedensbewegung in der DDR, lebte mit ihrer Tochter Nadja zehn Jahre lang in der Oderberger Straße im Prenzlauer Berg. Die Berliner Mauer war dort während der Teilung Berlins allgegenwärtig – sie machte die Straße Richtung Westen zu einer Sackgasse. Über eine Aussichtsplattform, die nach dem Mauerbau im Jahr 1961 in West-Berlin errichtet wurde, konnte die westliche Welt fast dreißig Jahre lang dem Leben in der Straße zuschauen, die Bewohner fühlten sich dabei teilweise wie Tiere in einem Käfig. Auch Martin Luther King blickte damals über den Stacheldraht, bevor er zum Gottesdienst in die Marienkirche ging.

In der Oderberger Straße im Schatten der Berliner Mauer lebten und arbeiteten zu der Zeit viele unangepasste Künstler und Kreative, so wie auch Freya Klier. Ihr 11. Gebot lautet „Du sollst dich erinnern!“ Sie und ihre Tochter Nadja begeben sich in ihrem Dokumentarfilm „Meine Oderberger Straße“ (2015, 45 Min.) auf eine Spurensuche und erinnern emotional und mitreißend an die Geschichte dieser besonderen Straße. Sie zeigen, wie es war, als in ihrer Straße plötzlich eine Mauer errichtet wurde und sie in einer Sackgasse lebten. Sie zeigen, wie sich die Straße verändert hat, wer von damals auch heute noch dort lebt.

KOOPERATION mit der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

REFERENTIN: Freya Klier, Schriftstellerin und Dokumentarfilmerin

Kostenbeitrag entfällt

Kontakt: Konrad-Adenauer-Stiftung, Tel. 0711 / 870 309-53