Politik und Gesellschaft

Film und Gespräch

Nadja Klier und Ingo Hasselbach: »Wir wolln Euch mal wat fragen!«

MI 13.10.21, 19:00 – 21:00 Uhr

MIT Nadja Klier und Ingo Hasselbach

„Wir wollten Spaß haben, das war, was alle Jugendlichen wollten in der DDR…“

Dies ist die Antwort auf die vielen spannenden Fragen der Jugendlichen an Nadja Klier und Ingo Hasselbach in dem Film „Wir wolln Euch mal wat fragen!“.

„Wie hat es sich angefühlt, als Tochter einer Oppositionellen im DDR-System aufzuwachsen?“ An Mielkes Schreibtisch im heutigen Stasimuseum und in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt Keibelstraße und der Haftanstalt Bautzen erzählen Nadja und Ingo aus ihrem Leben als Jugendliche in der DDR. Sie sprechen über das Erwachsenwerden zwischen Überwachung, staatlicher Willkür, Knast und Ausbürgerung.

Wie sah der Alltag der Menschen in der DDR aus? Und wie lebt man, sozialisiert in einer Diktatur, sein Leben in einem konträren System weiter? Wie kann eine Biografie gestaltet werden, die viele Jahre fremdbestimmt war und wie findet Frau/Mann hier den eigenen Weg?
Diese Fragen möchten wir mit Nadja Klier und Ingo Hasselbach heute diskutieren.

KOOPERATION: Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. (KAS), Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart.

MIT: Nadja Klier und Ingo Hasselbach. Nadja Klier ist in Ost-Berlin aufgewachsen. Zwei Tage nach ihrem 15. Geburtstag wird sie mit ihrer Familie aus politischen Gründen ausgebürgert. Über Nacht verliert sie ihr Zuhause, ihre beste Freundin und ihren Lebensalltag. In West-Berlin versucht sie Anschluss an ein neues Leben zu finden, ihre Heimat auf der anderen Seite der Mauer bleibt jedoch immer in Sichtweite. Die Ausbürgerung und die damit verbundene Entwurzelung verarbeitet sie erst knapp 30 Jahre später mit ihrem Buch „Wilde Jugend 1988“. Ingo Hasselbach ist in einer DDR-treuen Familie aufgewachsen und früh in Konflikt mit den DDR-Sicherheitsorganen geraten. 1985 wurde er erstmals zu vier Monaten Haft verurteilt, 1986 dann nach versuchter Republikflucht zu mehr als drei Jahren. In den Zuchthäusern der DDR geriet er in Kontakt mit ehemaligen Nazi- und Kriegsverbrechern und begann sich zu radikalisieren. Nach der Wende begründete er die Nationale Alternative mit und war einer der führenden Neonazis in Ostdeutschland. Er verließ die rechtsextreme Szene 1992 und ist Mitbegründer der Aussteigerorganisation EXIT im Jahr 2000.

Kostenbeitrag entfällt

Kontakt: Janina Schauerhammer, KAS, Tel. 0711 / 870 309-50

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