Theologie und Spiritualität

Seminar

Wahrnehmungen der anderen

Berichte europäischer Pilger:innen ins Heilige Land

DO 14.07.22, 10:00 – 16:30 Uhr
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Die Zuwanderungen der letzten Jahrzehnte, aus welchen Gründen auch immer, haben zu einer erheblichen religiösen Pluralisierung auch unserer Gesellschaft beigetragen. Waren unter den Zuwander:innen zunächst wesentlich Christ:innen und Muslim:innen aus süd- und südosteuropäischen Ländern, kamen und kommen neben Jüdinnen und Juden aus der früheren Sowjetunion, Israelis, Muslim:innen aus dem Nahen und Mittleren Osten, Nordafrika und Asien letzthin in zunehmendem Maße sogenannte orientalische Christ:innen unterschiedlicher Bekenntnisse dazu. Die religiöse Vielfalt, die wir heute hierzulande erleben können, war in früheren Zeiten Reisenden in jene Länder, Pilgern und Pilgerinnen ins Heilige Land zumal, vorbehalten, die nicht nur höchst unterschiedlich von ihren damit gemachten Erfahrungen berichtet, sondern mit ihren Berichten zugleich auch ein bestimmtes Bild der jeweils anderen vermittelt haben, das zuweilen bis in die Gegenwart nachwirkt. Vor dem Hintergrund aktueller Wahrnehmungen der anderen und daraus resultierenden Integrationsdiskussionen ist ein Blick in Reise- und Pilgerberichte vergangener Zeiten, die oft über Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, Bestseller waren, daher besonderes lohnend: Zu sehen, wie frühere Generationen religiöse Vielfalt erlebt, auf die jeweils anderen geschaut und von ihnen berichtet und welches Bild sie von den anderen verbreitet haben, kann zumindest manchen Denkanstoß für unseren Umgang mit der erwähnten religiösen Pluralisierung geben.

KOOPERATION: Evang. Landeskirche in Württemberg, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart

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