Hospitalhof | Politik und Gesellschaft

Vortrag

Wer hat Angst vor Deutschland?

Geschichte eines europäischen Problems

DI 19.02.19, 19:00 – 20:30 Uhr
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33 70174 Stuttgart

MIT Prof. Dr. Andreas Rödder. Foto: Bert Bostelmann
MIT Prof. Dr. Andreas Rödder. Foto: Bert Bostelmann

Die Geschichte der »deutschen Stärke« in Europa ist ambivalent und changiert zwischen deutschen Selbstbildern als Kulturnation und vielen zwiespältigen Gefühlen der Nachbarn gegenüber Deutschland. Wie lässt sich die deutsche Stärke mit dem europäischen Gemeinwohl vereinbaren, und wie kann Deutschland zu einem starken Europa beitragen?

Deutschland ist wirtschaftlich und politisch die stärkste Nation Europas. Doch heute wie vor 100 Jahren gilt es zwar als kultureller Schöngeist, oft aber auch als rücksichtsloser Kraftprotz. Zugleich steht Deutschland vor einem Dilemma: Einerseits wird deutsche Führung erwartet; doch wenn Deutschland Führung ausübt, steht alsbald der Vorwurf deutscher Vormacht im Raum. Andreas Rödder erzählt die Geschichte der zwiespältigen Gefühle, die ein starkes Deutschland bei den Nachbarn seit Ende des 19. Jahrhunderts erzeugt, und er kontrastiert sie mit ganz anderen deutschen Selbstbildern. Wie kann Deutschland diesen Ängsten und Konflikten heute begegnen? Wie lassen sich deutsche Stärke und europäisches Gemeinwohl vereinbaren? Andreas Rödder geht nicht nur den historischen Ursachen des deutschen Dilemmas auf den Grund, sondern zeigt Wege, es in der aktuellen Lage aufzubrechen und der alten Wahrnehmungsfalle zu entgehen.

Buchtipp:

Andreas Rödder: Wer hat Angst vor Deutschland?, S. Fischer Verlag, 2018

Im Rahmen der Reihe: Europa: Ende der Krise oder Krise ohne Ende?

KOOPERATION: Konrad-Adenauer-Stiftung, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof

REFERENT: Prof. Dr. Andreas Rödder, Lehrstuhl für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Moderation: Dr. Stefan Hofmann, Konrad-Adenauer-Stiftung

Kostenbeitrag entfällt

Kontakt: , Tel. 0711 / 20 68 -150

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