EXIT

Die Kunst des Bleibenlassens

Die Geschichte der Menschheit wird meist als Abfolge von Taten geschrieben, als Serie heroischer Akte und bahnbrechender Erfindungen. Doch neben dem Handeln hat uns auch das Bleibenlassen vorangebracht, das Aufhören, der Exit. Aus dieser Perspektive lässt sich eine Fortschrittsgeschichte schreiben, in der nicht Innovationen, sondern Exnovationen im Zentrum stehen: Die Abschaffung des Kannibalismus, der Folter, des Hexenglaubens, der Sklaverei, der Kampf gegen die Kinderarbeit. Solche Prozesse des kollektiven Abschaffens bilden eine besondere Form der Herausforderung, denn sie können nur bedingt mit dem Pathos heroischen Tatendrangs für sich werben. Und doch stehen sie im Zentrum der Transformation hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft: Nachhaltig leben bedeutet in erster Linie, manche Dinge nicht mehr zu tun. Aber wie lässt sich der Exit aus den fossilen Energieträgern, aus dem ressourcenverschwendenden Bauen, aus der Massentierhaltung, aus den Aufrüstungs- und Konkurrenzspiralen organisieren? Gibt es eine Kunst des Bleibenlassens?

KOOPERATION: Internationales Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT), Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung (ZIRIUS) der Universität Stuttgart, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart

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19:00 Uhr
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