Fort- und Weiterbildung
Fortbildung
Pathologisches Horten – erkennen, verstehen und wirksam behandeln
Zweitägige Basisfortbildung für Psychotherapeut:innen und Ärzt:innen
MI 07.10., 09:30 Uhr – DO 08.10.26, 17:00 Uhr
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart
Termine: Mi 07.10. / Do 08.10.26, 09:30-17:00 Uhr
Pathologisches Horten (ICD-11: 6B24) ist eine eigenständige und häufig unterschätzte psychische Störung. Betroffene leiden nicht nur unter massiver Unordnung, sondern unter Scham, sozialem Rückzug und erheblichen Einschränkungen ihrer Lebensqualität. Für Behandelnde stellt das Störungsbild diagnostisch wie therapeutisch eine besondere Herausforderung dar.
Diese Fortbildung lädt dazu ein, das Störungsbild in seiner Tiefe zu verstehen, diagnostisch einzuordnen und neue therapeutische Zugänge zu erproben.
Grundlagen und Diagnostik: Klinisches Bild, Symptome, Verlauf und psychosoziale Auswirkungen / Diagnostische Kriterien nach DSM-5 und ICD-11 / Abgrenzung zu Zwangsstörung und weiteren Störungsbildern / Komorbiditäten und differenzialdiagnostische Einordnung / Strukturierte Diagnostik und geeignete Erfassungsinstrumente
Therapie und praktische Anwendung: Systemische, gestalttherapeutische und tiefenpsychologisch fundierte Zugänge / Psychologische Bedeutung der Gegenstände und biografische Hintergründe / Arbeit mit Ambivalenz, Scham und geringer Krankheitseinsicht / Einbindung von Angehörigen und Kooperation mit Hilfesystemen / Fallbeispiele, Bildmaterial, Rollenspiele und praktische Übungen / Herausforderungen im therapeutischen Kontakt.
Ziel ist es, pathologisches Horten sicher zu diagnostizieren, die zugrunde liegende Dynamik zu verstehen und therapeutisch wirksam zu intervenieren. Die begrenzte Teilnehmendenzahl ermöglicht intensives Arbeiten und einen kollegialen Austausch auf fachlichem Niveau.
Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihre berufliche Tätigkeit an.
LEITUNG: Veronika Schröter, Leiterin des Messie-Kompetenz-Zentrums Stuttgart, erforscht seit 20 Jahren das Messie-Syndrom. Sie hat eine spezielle Therapieform für Messies entwickelt und initiierte eine empirisch-wissenschaftliche Studie zum »Messie-Syndrom« am Universitätsklinikum Freiburg. Zudem ist sie Autorin von Fachbüchern zum Thema und als Referentin, Seminarleiterin und Supervisorin deutschlandweit tätig.