Hospitalhof Stuttgart | Evangelisches Bildungszentrum

Themenreihen

Die Themenreihen in Kooperation mit dem Evang. Kreisbildungswerk finden Sie hier

Seminare für die Sie Bildungszeiturlaub bei Ihrem Arbeitgeber beantragen können, finden sie hier

Bundestagswahl 2017 - Demokratie in der Krise?

Die Parteienlandschaft vor der Bundestagswahl 2017 stellt sich deutlich anders dar als noch vor der letzten Wahl. Die in einer großen Koalition regierenden Volksparteien haben an Popularität verloren. Nach neueren Umfragen liegen viele Parteien nun nahe beieinander. Ein spannender Wahlkampf hat begonnen.
Wird er durch Themen oder Personen entschieden? Welche Rolle spielen soziale Medien dabei? Und welche Konstellationen sind in einer veränderten Parteienlandschaft denkbar?

KOOPERATION: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg,
Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung, Evang. Bildungszentrum
Hospitalhof
ANMELDUNG: Bei Gruppen ab 5 Personen bitten wir um
Anmeldung an info@hospitalhof.de
KOSTENBEITRAG entfällt

Vortrag
Wahlkämpfe: Personen, Programme und Kommunikation
Was entscheidet die Bundestagswahl 2017?
▶▶Di 21.02.17, 16:00 – 18:00 Uhr
Die Wirkung der Medien bei Wahlkämpfen wird kontrovers eingeschätzt.
Der Vortrag zeigt die unterschiedlichen Positionen, analysiert die Art und Weise der massenmedialen Berichterstattung bei Bundestagswahlkämpfen und diskutiert den Einfluss der Medien auf das Wahlverhalten.
REFERENT: Prof. Dr. Frank Brettschneider, Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim. Forschungsschwerpunkte: Politische Kommunikation (insbesondere Wahlforschung), Kommunikation bei Bau- und Infrastrukturprojekte, Verständlichkeitsforschung und Kommunikationsmanagement

Vortrag
Die Bundestagswahl 2017 – das Parteiensystem im Wandel
Wohin entwickelt sich die parlamentarische Demokratie?
▶▶Di 09.05.17, 16:00 – 18:00 Uhr
Das bundesdeutsche Parteiensystem ist in Bewegung geraten. Welche Regierungskonstellationen sind derzeit überhaupt möglich? Spielen Volksparteien noch eine Rolle? Werden parlamentarische Entscheidungen
zukünftig durch immer mehr direktdemokratische Beteiligung abgelöst?
REFERENT: Prof. em. Dr. Oscar W. Gabriel, bis 2012 Direktor am Institut für
Politikwissenschaft bzw. Sozialwissenschaften und Leiter der Abteilung
»Politische Systeme und Politische Soziologie« an der Universität Stuttgart

Podiumsdiskussion und Fragerunde
Bundestagswahl 2017: Wen oder was sollen wir wählen?
Kandidaten stellen sich den Fragen Jugendlicher
▶▶Di 04.07.17, 16:00 – 18:00 Uhr
Das Interesse für politische Fragen ist bei jungen Menschen so groß
wie selten zuvor. Wie geht es weiter in der Flüchtlingspolitik? Wohin
steuert Europa? Gibt es in Zukunft noch eine Rente? Welche Ideen
gibt es für die Rettung des Klimas? Die Kandidaten/Kandidatinnen für
die Stuttgarter Wahlkreise stellen sich den Fragen von Schülerinnen
und Schülern.
MIT Aktuelle Podiumsbesetzung ab Mai 2017 unter www.hospitalhof.de

Reformation in Württemberg: Gesellschaft, Medien, Theologie

Die Vortragsreihe nimmt die südwestdeutsche Reformationsgeschichte in den Blick. In monatlichen Vorträgen vertiefen renommierte Referentinnen und Referenten unterschiedliche Aspekte der Reformation, die in Theologie-, Geistes- und Kulturgeschichte hinein wirsam wurden.

KOOPERATION: Landeskirchliches Archiv Stuttgart, Universität Stuttgart (Landesgeschichte),
Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Württembergischer Geschichts- und Altertumsverein e. V.,
Verein für württembergische Kirchengeschichte, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof
KOSTENBEITRAG entfällt
ANMELDUNG ist nicht erforderlich.

Die Reformation als Medienereignis
Die zwei Gesichter des Medieneinsatzes der frühen Reformation
■■Di 10.01.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Die neuen Medien der damaligen Zeit haben die Durchsetzung der Reformation gefördert. Wie sind die auf dieselbe Weise verbreiteten Schmähschriften und Karikaturen gegen die Altgläubigen mit dem Glaubensverständnis der Autoren zu vereinbaren?
REFERENT: Prof. Dr. Volker Honemann, Professor für Ältere deutsche Literatur unter Einbeziehung der mediävistischen Komparatistik an der Westf. Wilhelms-Universität Münster (bis 2008).

Landesherr und Reformation
Die Herzöge Ulrich (1503-1550) und Christoph (1550 – 1568) von Württemberg
■■Di 07.02.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Sie zählen zu den bedeutendsten Herrschergestalten Württembergs. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Reformation hier behaupten und das Herzogtum eine herausgehobene Position unter den protestantischen Reichsständen des 16. Jahrhunderts einnehmen konnte.
REFERENT: PD Dr. Norbert Haag, Leiter des Landeskirchlichen Archivs und Privatdozent an der Universität Tübingen

Von Matthäus Alber bis Katharina Zell
Persönlichkeiten der südwestdeutschen Reformationsgeschichte
■■Di 07.03.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Die reformatorische Bewegung im Südwesten zeichnete sich aus durch das Zusammenspiel prägnanter Persönlichkeiten, die den Ereignissen an ihren Orten ein je eigenes Gesicht gaben.
REFERENTIN: Dr. Susanne Schenk, Pfarrerin der
Evang. Landeskirche in Württemberg mit Dienstauftrag zur Erforschung der Reformationsgeschichte Ulms

Die Klöster Alpirsbach, Bebenhausen und Maulbronn in der Reformation
■■Di 04.04.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Für alle Klöster verfügte Herzog Ulrich im Zuge der Reformation ihre Aufhebung und Umwandlung in evangelische Klosterschulen.
REFERENTIN: Dr. Petra Pechacek, Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Bilder für die Reformation
Welche Bilder propagieren die neuen Glaubensinhalte und Verhaltensideale der
Reformation?
■■Di 02.05.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Bildthemen wie »Gesetz und Gnade« oder »Christus segnet die Kinder«, die sich in den ersten Jahrzehnten ausprägten, blieben lange aktuell. Den Ansatzpunkt bilden Werke in der Staatsgalerie Stuttgart.
REFERENT: Priv.-Doz. Dr. Hans-Martin Kaulbach, Konservator für deutsche und niederländischen Zeichnungen und Druckgraphik bis 1800 an der
Graphischen Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart

Die Reformation im Alltag
Geschlechterbeziehungen und Familienbild
■■Di 06.06.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Die Reformation machte die Ehe zur alleinigen, gottgefälligen Lebensform.
Dies wertete die Familie (das »Haus«) auf. Sie avancierte zum Modell der christlichen Gesellschaft
REFERENTIN: Prof. Dr. Sabine Holtz, Universität Stuttgart, Historisches Institut, Lehrstuhl für Landesgeschichte

Das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit
Reformation und Bibel in Württemberg
■■Di 04.07.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Zentrales Anliegen Martin Luthers ist das sogenannte Schriftprinzip, also die Bedeutung der Bibel als primäre und verbindliche Erkenntnisgrundlage und als Heilsmittel. Das Bekenntnis zur dynamischen Kraft der Bibel als Wort Gottes wird bald zum Landesmotto Württembergs.
REFERENT: Dr. Christian Herrmann, Bibliotheksdirektor, Leiter der Abt. Historische Sammlungen, Württembergische Landesbibliothek Stuttgart

Am 11. Um 11 Uhr

Die Region Stuttgart zeichnet sich durch eine vielfältige, sehr lebendige und hoch qualifizierte Musikszene aus. Diesen reichen Schatz können Sie nun zentral in Einführungsvorträgen kennenlernen. Immer am 11. eines jeden Monats haben Sie die Möglichkeit, Dirigenten, Intendanten und Musiker zu erleben, die Ihnen ihre aktuellen (Gesamt-)Programme vorstellen, einen Einblick hinter die Kulissen gewähren und mit Ihnen vertieft in einzelne Werke eintauchen.
Entdecken Sie Unbekanntes, lernen Sie Bekanntes neu kennen und freuen Sie sich auf die kommenden Konzerte, in denen Sie gut informiert einen noch intensiveren Hörgenuss haben werden.

KOOPERATION mit der Musikakademie für Senioren Baden-Württemberg e. V.
Aktuelle Informationen zum Programm: www.musebw.de
KOSTENBEITRAG entfällt

Das Jahresprogramm der Stuttgarter Hymnus Chorknaben
▶▶Mi 11.01.17, 11:00 – 12:00 Uhr
MIT: Rainer Johannes Homburg, Leitung Hymnus Chorknaben

Die öffentlichen Veranstaltungsreihen der Musikhochschule
▶▶Sa 11.02.17, 11:00 – 12:00 Uhr
MIT: Dr. Regula Rapp, Rektorin der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart

Zur Aufführung des Requiems von Karl Jenkins
▶▶Sa 11.03.17, 11:00 – 12:00 Uhr
REFERENT: Enrico Trummer, Dirigent des Stuttgarter Oratorienchors

Zur Aufführung von M. Mussorgskys »Bilder einer Ausstellung«
▶▶Di 11.04.17, 11:00 – 12:00 Uhr
REFERENT: Albrecht Dürr, Musikdramaturg der Stuttgarter Philharmoniker

Zu den Konzerten im Juni: »Komm, o komme Nachtigall«
▶▶Do 11.05.17, 11:00 – 12:00 Uhr
REFERENT: Prof. Dieter Kurz, Dirigent des Württembergischen Kammerchors

Analysen zum Rechtspopulismus

Sie sehen sich als Sprachrohr einer schweigenden Mehrheit, kämpfen für eine homogene Volksgemeinschaft und wettern gegen das politische Establishment, Europa, Einwanderer und Homosexuelle. Rechtspopulisten spielen geschickt mit den Ängsten und Vorurteilen der Bevölkerung und haben damit einen Siegeszug in den westlichen Demokratien angetreten. Wir analysieren das Phänomen des Rechtspopulismus sowie die Strategien und Positionen rechtspopulistischer
Gruppierungen.

Vortrag und Diskussion
Genderwahn!?
▶▶Di 14.03.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Die vielfach beklagte Enthemmung im Netz zeigt sich auch im Raum der Kirche – beispielsweise in Hassmails gegen diejenigen, die sich in Genderfragen engagieren. Die Studie »Verhasste Vielfalt« analysiert die Hintergründe.
Wie kann man mit dieser aggressiv aufgeladenen Kommunikation umgehen?
Was kann kirchliche Bildungsarbeit zu einer demokratischen Diskussionskultur in Kirche und Gesellschaft beitragen?
MIT Prof. Dr. Claudia Schulz, Evang. Hochschule Ludwigsburg;
Muhterem Aras, Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg;
Werner Baur, Dezernent für Kirche und Bildung der Evang. Landeskirche
KOOPERATION: efw-Evangelische Frauen in Württemberg, emnw-Evang. Männer-Netzwerk Württemberg, Beauftragte für Chancengleichheit der Evang. Landeskirche, Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen, EAEW-Evang. Erwachsenen- und Familienbildung in Württemberg, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof
Studie: »Verhasste Vielfalt. Hate Speech im Raum von Kirche und Diakonie.
Eine Analyse der Verunglimpfung kirchlichen Engagements im Themenfeld
Diversität«
KOSTENBEITRAG entfällt

Vortrag
Identitäre Bewegung – Null Prozent rassistisch?
Im Rahmen der Stuttgarter Präventionsgespräche
▶▶Mi 22.03.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Wer ist die Identitäre Bewegung? Ist sie rechtsextrem? Folgt sie rassistischen Denkmustern? Woher kommt sie und wie ist sie in Deutschland und Europa vernetzt? Was sind ihre Ziele und wie werden diese begründet? Der Vortrag gibt einen Einblick in Entstehung, Verbreitung und Aktivitäten der Bewegung.
REFERENTIN: Anna Laiß, Referentin der politischen Bildungsarbeit, beschäftigt sich im Rahmen ihrer Dissertation mit Rassismus und Rechtsextremismus in Frankreich
KOOPERATION mit der Fach- und Beratungsstelle INSIDE OUT, des Team meX der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und des Evangelischen
Bildungszentrums Hospitalhof
KOSTENBEITRAG entfällt

Vortrag
Provokationen und Reaktionen
Die Aufmerksamkeitsstrategien der AFD und das Feedback der Medien
▶▶Do 04.05.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Die Alternative für Deutschland startete als Anti-Euro-Partei und hat danach Position gegen Flüchtende und den Islam bezogen. Durch polemische Auftritte und pauschalisierende Statements gelingt es der Partei, eine breite Anhängerschaft zu mobilisieren und eine hohe Medienaufmerksamkeit zu erreichen.
REFERENT: Prof. Dr. Christian Schicha, Professor für Medienethik am
Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Friedrich-Alexander-
Universität Erlangen-Nürnberg
INFO: www.schicha.net
KOSTENBEITRAG: 7,00 € / 5,00 €

Vortrag
Rechtspopulismus und die Mitte der Gesellschaft
▶▶Di 30.05.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Ist Rechtspopulismus ein Randphänomen oder in der Mitte der Gesellschaft zu verorten? Der Blick auf die Ergebnisse zahlreicher empirischer Studien der Einstellungsforschung zeigt, dass Zustimmung zu einzelnen ideologischen Bestandteilen wie Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus in weiten Teilen der Bevölkerung zu finden ist.
REFERENT: Dr. phil. Reiner Becker, Leiter des Demokratiezentrums im
beratungsNetzwerk hessen – Gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus; Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps- Universität Marburg
INFO: www.reiner-becker.eu
KOOPERATION mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
KOSTENBEITRAG entfällt

Vortrag
Logik für Demokraten
Eine Anleitung zum Umgang mit populistischen Argumentationen
▶▶Do 01.06.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Vernunft, Aufklärung und Demokratie haben nur dann Bedeutung, wenn sie immer wieder eingeübt werden. Der Vortrag analysiert populistische Argumentationen und totalitäre Denkweisen und erklärt, mit welchen Argumenten die Demokratie wirkungsvoll zu verteidigen ist. Das ist auch für diejenigen hilfreich, die mit Demokratie nichts mehr oder noch nichts anzufangen wissen.
REFERENT: Dr. Daniel-Pascal Zorn, Studium der Philosophie, Geschichte und Komparatistik. Forschungsschwerpunkte: Argumentationstheorie und Philosophiedidaktik. Kolumnist und Sachbuchautor
INFO: www.torial.com/daniel-pascal-zorn
KOSTENBEITRAG: 7,00 € / 5,00 €

Trauma

Mit dem Begriff Trauma wird im Allgemeinen eine seelische Verletzung bezeichnet. Auslöser können Naturereignisse, Kriegserfahrungen, Unfälle oder sexuelle bzw. gewalttätige Übergriffe sein. Aber auch persönliche Erlebnisse in der Kindheit wie Vernachlässigung oder der Tod eines nahen Angehörigen
können traumatische Reaktionen hervorrufen. Traumafolgen beeinflussen das Leben der Betroffenen nicht selten lange und stark. Die Themenreihe widmet sich der Ursachenforschung und zeigt Behandlungsmöglichkeiten auf.

Vortrag
Wenn traumatisierte Frauen Mütter werden
Das Phänomen transgenerationaler Traumatisierungen
▶▶Mo 27.03.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Unverarbeitetes aus der eigenen Kindheitsgeschichte kann dazu führen, dass Mutter oder Vater ihre Traumata in stressvollen Situationen mit entsprechenden starken Gefühlen gegenüber ihrem Kind wiederholen. Dieses kann daraus wiederum Belastungsstörungen entwickeln. Wie geschieht die Weitergabe?
REFERENT: Volker Dittmar, Diplom-Psychologe und Psychol. Psychotherapeut,
Traumatherapeut, Dozent für Traumatherapie, Supervisor, Regensburg
KOSTENBEITRAG: 7,00 € / 5,00 €

Seminar
Frühe Traumatisierungen
▶▶Fr 05.05.17, 19:00 – 21:30 Uhr / Sa 06.05.17, 10:00 – 18:00 Uhr
Frühe Traumata, an die wir uns vielfach nicht erinnern, können lebenslange,
gravierende Auswirkungen haben: von Vater oder Mutter nicht geplant oder erwünscht zu sein, Komplikationen in der Schwangerschaft oder bei der Geburt, Störungen direkt nach der Geburt (in der sensiblen Bondingphase), frühe Trennungen, Vernachlässigung, Gewalt.
Sie sind zu dem Kurs eingeladen unabhängig davon, ob Sie von frühen Traumata wissen oder nicht. Nach einer Einführung in das Thema arbeiten wir mit inneren Persönlichkeitsanteilen, vor allem mit Aufstellungen.
LEITUNG: Thomas Frister, Heilpraktiker für Psychotherapie, Traumatherapeut,
evang. Theologe INFO: www.einreden.de
KOSTENBEITRAG: 83,00 € / Frühbucher: 75,00 €
KURS-NR. 171-110

Einführungsseminar
Traumafolgestörungen: erkennen, verstehen und kompetent damit umgehen
▶▶Fr 19.05.17, 09:00 – 16:30 Uhr
Die Wahrscheinlichkeit eines Kontakts mit traumatisierten Klienten – Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen – ist besonders in den psychosozialen Berufen extrem hoch. Durch die traumatischen Belastungen der Geflüchteten ist die Notwendigkeit für einen kompetenten und optimal unterstützenden Umgang damit gestiegen.
Inhalt: Geschichte und Symptomatologie von Traumafolgestörungen /
Gewalt und ihre Folgen / Umgang mit Dissozitation / Wie soll man sich verhalten? / Stabilisierung, Ressourcenaktivierung, Sicherheit und einfache antidissoziative Techniken. Methoden: theoretische Inputs mit interaktivem Austausch, Arbeit in Kleingruppen, Ressourcen-Stabilisierungsübungen, Supervision von persönlichen Fällen aus der eigenen Praxis.
Zielgruppe: Mitarbeitende psychosozialer Berufe, Lehrer/innen,
Polizist/inn/en, Eltern, betroffene Angehörige, Mitarbeitende aus dem
Medizin- und Rettungswesen, interessierte Laien.
LEITUNG: Dr. Christian Firus, Facharzt für Psychosomatische Medizin und
Psychotherapie, Psychiatrie, Traumatherapie und Systemische Therapie
INFO: www.heilhaus-freiburg.de/personen-1/dr-christian-firus/
KOSTENBEITRAG: 88,00 € / Frühbucher: 80,00 €
KURS-NR. 171-112

Fachtag
Stress, Trauma und Schmerz in Gehirn und Körper
Eine neurobiologische Rundreise der besonderen Art
▶▶Sa 27.05.17, 09:30 – 16:30 Uhr
Der Mensch findet seine Balance im Zusammenspiel aller Körperteile.
Das Nervensystem führt sie zum kooperativen Miteinander zusammen.
Trauma und Schmerz verstehen heißt – auf Grundlage der neurobiologischen Funktionsprinzipien –, eine polyperspektivische Betrachtung des Menschen anzuwenden. Psychisches und Körperliches wird als untrennbare leib-seelische Einheit aufgefasst. Dazu gehört die Erkenntnis, dass jede Schmerzäußerung ein physiologisches Substrat im Gehirn besitzt.So führt dieser Fachtag mit einmaligen Visualisierungen auf sehr anschauliche Weise durch eben dieses morphologische Substrat von Trauma und Schmerz, beschreibt die komplexen Prozesse der Selbstregulation und stellt zugleich Modelle vor, die Ansatzpunkte und mögliche Wirkeffekte (psycho-)therapeutischer Interventionen zu beschreiben
suchen. Eine spannende Reise durch Hirn- und Körperwelten.
LEITUNG: Dr. Damir del Monte, Institut für Synergetik und Psychotherapieforschung an der Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg, Neurowissenschaftliche Therapieforschung; Psycho- und Körpertherapeut mit dem Schwerpunkt Psychotraumatologie und Schmerztherapie; Dozent für Funktionelle Neuroanatomie an den Universitäten Heidelberg, Krems, Innsbruck
INFO: www.damirdelmonte.de
KOOPERATION mit der Europ. Gesellschaft für Traumatherapie und EMDR e. V.
KOSTENBEITRAG: 95,00 € / Frühbucher: 85,00 € für Mitglieder Europ. Gesellschaft f. Traumatherapie und EMDR e. V.
KURS-NR. 171-845

Seminar
»Wer bin Ich – und wenn ja, wie viele?«
▶▶Di 11.07.17, 09:00 – 18:00 Uhr, Mi 12.07.17, 09:00 – 18:00 Uhr
Schon vorgeburtlich können uns Ereignisse treffen, welche die Entfaltung unserer Individualität bedrohen oder sogar verunmöglichen. Die Geburt und die Zeit danach sind ebenfalls hochsensible Phasen, in denen die für uns lebensnotwendigen Bindungsprozesse an unsere Eltern scheitern können und wir gezwungen sind, uns innerlich zu spalten.
Wie können wir zu einer Ganzheit zurückfinden, wenn wir Traumatisierungen
in unserem Lebenslauf erdulden mussten? Wie kann sich ein gesundes und stabiles Ich herausbilden, das in der Lage ist, unsere schlimmen Erfahrungen auszuhalten, ohne weg zu gehen? Im Workshop wird das Konzept der Identität erläutert und wie sich die Ich-Entwicklung gestaltet, wenn wir Traumaerfahrungen machen mussten. Es wird angeboten, sich mit der von Franz Ruppert entwickelten Methode »Aufstellen des Anliegensatzes« eigene Themen anzuschauen.
LEITUNG: Prof. Dr. Franz Ruppert, Professor für Psychologie an der Kathol.
Stiftungsfachhochschule München, psychologischer Psychotherapeut
INFO: Workshop für Betroffene, für Mitarbeiter/innen im psychosozialen
Bereich und für Interessierte. Die Plätze für eigene Aufstellungen werden im
Seminar ausgelost. Alle TeilnehmerInnen können als StellvertreterInnen an
den Aufstellungen anderer teilnehmen.
INFO: www.franz-ruppert.de
SCHRIFTLICHE ANMELDUNG erforderlich (auch online)
KOSTENBEITRAG: 115,00 € / Frühbucher: 105,00 €
KURS-NR. 171-136

Vortrag
Identität und Trauma
Wie traumatische Lebenserfahrungen uns prägen
▶▶Di 11.07.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Durch nichts wird die Persönlichkeit eines Menschen mehr geprägt als durch traumatische Erfahrungen, die er im Laufe seiner Entwicklung macht.
Wie geschieht das? Welche Umgangsformen gibt es? Und wie kann Traumatherapie helfen?
REFERENT: Prof. Dr. Franz Ruppert, Professor für Psychologie, Katholische
Stiftungsfachhochschule München, psychologischer Psychotherapeut
INFO: www.franz-ruppert.de
KOSTENBEITRAG: 7,00 € / 5,00 €

Vortrag
Flüchtlingskinder – gestern und heute
Ihre Traumata und mögliche Behandlungen
▶▶Mo 17.07.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Als Kind hat der bekannte Kindertherapeut Hans Hopf selbst Flucht und Vertreibung erlebt. Die Parallelen zur aktuellen Situation der Flüchtlingskinder liegen auf der Hand. Der Vortrag zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
REFERENT: Dr. Hans Hopf, Psychoanalytiker und Kinder- und Jugendlichen-
Psychotherapeut, ehem. Leiter des Therapiezentrums »Osterhof«, Baiersbronn
KOSTENBEITRAG: 7,00 € / 5,00 €

Fortbildung
Ausbildung zum Traumatherapeuten / zur Traumatherapeutin BU
▶▶16. – 18.11.17,
11.01. – 13.01., 01. 03.– 03.03., 26.04. – 28.04., 08.06. – 09.06.,
20.07. – 21.07.18, jeweils Do 12:00 – 19:30 Uhr, Fr und Sa 10:00 – 17:30 Uhr
(am 08./09.06. und 20./21.07.18 Fr 12:00 – 19:30 Uhr, Sa 10:00 – 18:00 Uhr)
Kostenloser Informationsabend zur Ausbildung: Mi 29.03.17, 18:30 – 20:00 Uhr
Nähere Informationen → S. 67
LEITUNG: Andrea Höppner, Heilpraktikerin-Psychotherapie, Traumatherapeutin,
EMDR Therapeutin. Co-Trainer: Peter Gerecke, NLP Lehrtrainer, EMDR
Coach und -Therapeut, Traumatherapeut
INFO: www.emdr-nlp.de

Vom Umgang mit der Angst

Angst ist ein existenzielles Gefühl des Menschen. Sie kann lähmen und Panik auslösen, aber auch ungeahnte Kräfte freisetzen und das Überleben sichern. Eine interdisziplinäreThemenreihe geht den neuen und alten Ängsten des Menschen nach und beleuchtet sie aus theologischer, philosophischer, soziologischer, pädagogischer und psychologischer Perspektive.

»… die Angst mich zu verzweifeln trieb« (M. Luther, 1523)
Luther und die Angst vor Gott, Hölle und Verdammnis
▶▶Fr 05.05.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Luthers Frage nach einem gnädigen Gott erwuchs nicht nur aus philosophischem
und theologischem Interesse, sondern auch aus der existentiellen Angst, mit seinem Leben vor Gott nicht bestehen zu können. Diese teilte er mit vielen Menschen seiner Zeit
REFERENT: Prof. Dr. Christian Möller, ehem. Lehrstuhlinhaber Praktische
Theologie, Universität Heidelberg
KOSTENBEITRAG: 7,00 € / 5,00 €

Humor – ein Umgang mit Angst?
▶▶Di 23.05.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Wer Humor besitzt, kann leichter mit Ängsten umgehen. Humor hilft, sich von eigenen Fehlern und Schwächen, aber auch von äußeren Belastungen zu distanzieren. Allerdings können Witze auch verletzen und es traut sich nicht jeder, seinen Humor zu zeigen. Deshalb soll das Augenmerk auf das Spannungsfeld zwischen Witz, Humor, Angst und Aggression gelegt werden.
REFERENTIN: Prof. Dr. Barbara Wild, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie,
Psychotherapie, Fliedner-Klinik Stuttgart
KOSTENBEITRAG: 7,00 € / 5,00 €

Wenn Angst das Leben einengt
Platzangst und andere Ängste bewältigen
▶▶Fr 02.06.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Ängste können sich sehr konkret zeigen, zum Beispiel als Platzangst, aber auch als ausufernde Ängste und Sorgen in Bezug auf alles Mögliche.
Im schlimmsten Fall erfolgt ein Rückzug in die eigene Wohnung oder ein untätiges Hängenbleiben in der Sorgenspirale. Der Vortrag möchte Betroffenen und deren Angehörigen hilfreiche Wege aus dem Teufelskreis der Angst aufzeigen.
REFERENT: Dr. Hans Morschitzky, Klinischer Psychologe und Psychotherapeut.
Viele Jahre an der Landesnervenklinik Linz, Abteilung für Psychosomatik.
Spezialgebiet: Angst- und psychosomatische Störungen.
KOSTENBEITRAG: 7,00 € / 5,00 €

Zwischen Angst und Förderung
Der Stress junger Elternpaare
▶▶Di 20.06.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Familienleben und Kindheit sind heute getaktet und verplant, die Angst geht um, sonst die Zukunft nicht zu meistern. Was kann man tun, um als junge Familie Auswege aus den Stress-Kreisläufen zu finden?
REFERENTIN: Ingrid Löbner, Dipl.Pädagogin, Psychoanalytische Paar- und
Sexualberaterin, Säuglings- u. Kleinkind-Beraterin. Dozentin an der Hebammenschule
der Universitäts-Frauenklinik Tübingen und Mitarbeiterin bei pro familia
Tübingen INFO: www.gelassene-eltern.de
KOSTENBEITRAG: 7,00 € / 5,00 €

Von guten Geistern und bösen Dämonen
Vorstellungen von Geistern und Dämonen in den monotheistischen Religionen
▶▶Do 29.06.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Allen rationalistischen Theologien zum Trotz ist der Glaube an Geister und Dämonen, die am Tag oder in der Nacht ihr Wesen oder ihr Unwesen treiben, allen Religionen und den von ihnen geprägten Kulturen inhärent. Er hat Einfluss auf den Glauben, das Alltagsleben und die Gestaltung der Lebenswelt.
REFERENT: Prof. Dr. Stefan Schreiner, Seminar für Religionswissenschaft und
Judaistik, Eberhard-Karls-Universität Tübingen
KOSTENBEITRAG: 7,00 € / 5,00 €

»Angst essen Seele auf«
Glauben mit Furcht und Zittern?
▶▶Mi 05.07.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Glauben wir aus Angst oder vertreibt Glaube die Angst? Manche Gläubige fürchten sich vor dem strafenden Gott. Andere haben Angst, eine spirituelle Entwicklung zu verpassen oder sich auf den falschen Glaubensweg zu begeben. Damit setzt sich die Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen in ihrer Beratungs- und Informationsarbeit intensiv auseinander.
REFERENTIN: Pfarrerin Annette Kick, Dipl.Theol. Svenja Hardecker, Arbeitsstelle
der Evang. Landeskirche in Württemberg für Weltanschauungsfragen
KOSTENBEITRAG entfällt

Wer Angst hat, lebt
Erkenntnisse der Psychoanalyse
▶▶Fr 07.07.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Angstgefühle sind ein existenzielles Grundthema des Menschen. Sie müssen verarbeitet und bearbeitet werden. Das kann in ganz unterschiedlicher Weise geschehen, durch Reflektieren, durch bestimmte Verhaltensweisen, durch künstlerischen Ausdruck.
REFERENT: Prof. Dr. Ralf Bolle, Facharzt für psychosomatische Medizin,
Psychoanalytiker nach C.G.Jung
INFO: www.ralf-bolle.de
KOSTENBEITRAG: 7,00 € / 5,00 €

Lohn der Angst
Die Präsenz der Angst in der Gesellschaft
▶▶Do 13.07.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Angst kann Lust verschaffen. Zugleich wird sie mit Gefahr, Verletzung, Gewalt in Verbindung gebracht. Viele Bemühungen richten sich darauf, Quellen der Angst zu identifizieren und zu eliminieren. Wir leben also in Gesellschaften der Sicherheit, die sich über Gefühle der Angst definieren.
REFERENT: Prof. Dr. Jörn Ahrens, Professor für Kultursoziologie an der
Universität Gießen mit dem Arbeitsschwerpunkt Soziologie der Angst
KOSTENBEITRAG: 7,00 € / 5,00 €

Film und Gespräch
»Das weiße Band«
Eine deutsche Kindergeschichte
▶▶Di 25.07.17,19:00 – 22:00 Uhr
Michael Hanekes Film zeigt mit hoher historischer Genauigkeit das autoritäre Gesellschaftssystem eines protestantischen Dorfes kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs. »Das weiße Band« blickt hinter die Fassaden von Schule, Kirche und Wohnhäusern und untersucht die offensichtlichen und unterschwelligen, auf permanenter Strafandrohung beruhenden Machtverhältnisse.
Filmnachgespräch mit Monika Renninger und Rolf Ahlrichs
KOSTENBEITRAG entfällt

Regelmäßige Themenreihen wie die Salongespräche, die Vita Contemplativa oder Große Texte der Bibel finden Sie im Programm, Begleitreihen zu Kunstausstellungen unter Ausstellungen