Wege und Reisen
Exkursion
Besuch des Blauen Hauses Breisach und der Ausstellung »Gurs 1940«
SO 10.10.27, 11:30 – 15:30 Uhr
Treffpunkt: Blaues Haus, Rheintorstr. 3, 79206 Breisach
Mitten in der ehemaligen Breisacher Judengasse liegt das »Blaue Haus«, ein über 300 Jahre altes Gebäude. Die frühere Judengasse blieb von den Kriegszerstörungen weitgehend verschont und vermittelt bis heute die historische Topographie des jüdischen Viertels. Das Haus war jüdische Schule, Gemeindehaus und Wohnort der Kantorenfamilien. Nach der Zerstörung der Synagoge 1938 richtete die verfolgte Gemeinde hier heimlich einen Betraum ein. Heute ist es eine Gedenk- und Bildungsstätte zur Geschichte der Jüdinnen und Juden am Oberrhein. Die Dauerausstellungen erzählen vom jüdischen Leben vor der Shoah, von Verfolgung, Deportation und den langen Wegen der Erinnerung nach 1945. Im Garten befindet sich die Ausstellung »Gurs 1940. Die Deportation und Ermordung von südwestdeutschen Jüdinnen und Juden«.
Die Führung verbindet historische Spurensuche mit Fragen transgenerationaler Erinnerung und zeigt, wie aus Begegnungen und in Zusammenarbeit mit Überlebenden und ihren Familien ein lebendiger Erinnerungsort entstanden ist.
Die Exkursionsreihe ist Teil der Landeskooperation »Mittendrin – Jüdisches Leben im Südwesten«.
Im Rahmen der Reihe »Im Gedenken unterwegs: Orte jüdischen Lebens«
MIT: Dr. Gabriele Valeska Wilczek, Leitung Bildung & Vermittlung Blaues Haus Breisach; Dr. Christiane Walesch-Schneller, Vorstandsvorsitzende des Fördervereins Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e. V.
KOOPERATION: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart
Kostenbeitrag entfällt
Kontakt: , Tel. 0711 / 20 68-150
Anmeldung: Landeszentrale für politische Bildung
