Ausstellung

Gabriela Nasfeter. Dialogräume

Installationen - Malerei. Kunstpreis Sabine Hoffmann
18.09. – 02.11.14

Gabriela Nasfeter ist die Preisträgerin des Sabine-Hoffmanns-Preises 2014, sie wird für ihr Lebenswerk ausgezeichnet, das sich in eindrucksvoller Weise mit der condition humaine auseinandersetzt.

Gabriela Nasfeter
»Flugbrücke«, 4.6.2011, Installation für einen Tag, Ulm, Neu-Ulm, 74 m lang, 22 Elemente, jeweils B 300 × H 170 × T 50 cm. Polyesterstoff, Kletterseile, Eisen, Karabiner, 28 t Gewicht
Gabriela Nasfeter »Lebensräume 2«, 2009,  Acryl auf 3 Polyesterschichten, 120 × 120 cm

Seit langen Jahrzehnten beschäftigt sich die polnisch-deutsche Künstlerin Gabriela Nasfeter mit der Frage und der Suche nach Raum und Räumlichkeit. Mit großer Sensibilität spürt sie in ihren Arbeiten dem faszinierenden Wesen der Räume nach und entdeckt immer mehr deren soziale und emotionale Größe. Dabei gilt ihr Interesse weniger dem gebauten architektonischen Raum per se, dem Raum als einem genau defnierbaren und sichtbaren, dreidimensionalen Körper, vielmehr richtet sie ihr Augenmerk auf den Menschen als räumliches Wesen und stellt ihn mit seinen unsichtbaren, im Inneren entstandenen Denk- und Fühlräumen dar. Ihre Arbeiten, die sie Lichträume, Stadträume, Stille Räume, Zeiträume, Menschenräume, Schattenräume oder Dialogräume nennt, greifen einen unendlich weiten Raumbegriff auf. Doch in allen steht der Mensch als Individuum oder als Kollektiv im Zentrum.

Foto Lichtpyramide im Berliner Dom
Gabriela Nasfeter »Lichtpyramide«, 2000, Berliner Dom, Polyesterstoff, 18,96 × 18,96 m, Höhe 23 m © Michael Spaich

Das Milleniumsprojekt Lichtpyramide – zum Beginn des neuen Jahrtausends 2000/2001 – wurde ihr wohl größtes künstlerisches Unterfangen. In drei Jahren intensivster Arbeit entstanden beeindruckende Installationen an zwölf sakralen Orten in katholischen, evangelischen und orthodoxen Kirchen: Paris – St. Sulpice, Berliner Dom, Ulmer Münster, Wroclaw/Breslau – St. Elisabeth, London – St. James’, Straßburg – St. Thomas, Jerusalem – Erlöserkirche, Rotterdam–St.Laurenskerk, Konstantinopel/Istanbul–HagiaIrene, Etschmiadsin/Eriwan – Ganzatoun, Wismar – St.Georg und Berlin – St. Antonius/St. Shenouda.

Grundgedanke des Projektes war die Idee, »innerhalb bestehender historischer Kirchenräume verschiedener Prägung durch künstlerische Objekte zeitgemäße Meditationsanlässe zu schaffen«. Dafür griff Gabriela Nasfeter auf das uralte religiöse Symbol der Pyramide aus dem kulturellen Erbe der Menschheit zurück. Mit den fünf Spitzen der Pyramide korrespondiert die kontinent-übergreifende Mehrteiligkeit des Projekts, die zahlreiche kulturelle und religiöse Stätten zu einem globalen geistigen Raum zusammenschließt. (M. Richter)

Text: Krisztina Jütten M. A., Auszug aus dem Veranstaltungs-Leporello

Begleitveranstaltungen

Verleihung des Kunstpreises
DO 18.09.14, 17:00 Uhr

Anschließend Einführung in die Ausstellung

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